Wer ein Haustier besitzt, der weiß es bereits: Die treuen Vierbeiner sind Begleiter, Freund und Seelentröster in einem. Deshalb ist die Anschaffung gerade für jene Menschen sinnvoll, die ihre Trauer irgendwie verarbeiten müssen. Gerade in großen Städten wie Berlin haben die Menschen untereinander nicht viel miteinander zu tun – die Anonymität führt zur Vereinsamung. Umso mehr trägt ein eigenes Haustier als Trostspender bei.

Depression durch Trauer – Tiere können helfen

Bei wem die Phasen des Trauerns sehr lange anhalten, der kann früher oder später in ein dunkles Loch fallen. Natürlich bekommt nicht jeder Hinterbliebene automatisch eine Depression, doch die Gefahr besteht. Haben Menschen in Haustier, kann dieses aus dem seelischen Zustand heraushelfen. Man muss sich um das Tier kümmern und das motiviert viele Menschen, jeden Tags aufs Neue gegen die Depression anzukämpfen. Wenn Sie gerade selbst einen Todesfall in der Familie oder im Freundeskreis hatten, werden Sie das kennen: Man fühlt sich nicht imstande, irgendetwas Kraftraubendes zu tun. Müssen Sie allerdings das Katzenklo sauber machen, die Kaninchen auf die Wiese lassen oder mit dem Hund Gassi gehen, können Sie sich Ihrer Verantwortung nicht entziehen. Das ist ein möglicher Weg heraus aus der Depression in Folge des intensiven Trauerns.

Tiere stellen keine Fragen, möchten keine Entschuldigung oder eine Begründung für das seelische Tief des Herrschens oder Frauchens. Genau deshalb tun die Haustiere der Seele so gut. Sie können sich genau so geben, wie Sie sich gerade fühlen. Bei Menschen muss man sich hingegen in und wieder verstellen, weil das eben so erwartet wird. Zudem wollen viele Trauernde in Berlin oder andernorts die eigene Familie oder Freunde nicht mit den Sorgen belastet. Vielleicht trauert die Familie selbst gerade so stark, dass sie Ihnen keinen Hilfestellungen bieten kann. Auch in diesem Fall ist das Haustier eine ideale Ergänzung. Leben Sie mit anderen Menschen gemeinsam in einem Haushalt, profitieren nicht nur Sie selbst, sondern auch ihre Mitmenschen davon.

Man sagt, dass Tiere es genau spüren, wenn es ihren Menschen nicht gutgeht. Sie werde versuchen, die Menschen aufzuheitern und zu trösten. Häufig tun Tiere wie Hunde oder Katzen das auf eine solch herzerwärmende Art und Weise, dass man sich dem Charme nur schwer entziehen kann. Wenn Sie endlich wieder lächeln können, weil die Katze sich schnurrend an die anschmiegt oder der Hund Sie zum Spielen auffordert, dann hat sich die Anschaffung auf jeden Fall gelohnt. Ihre Stimmung wird sich ganz bestimmt aufhellen, wenn Sie viel Zeit mit dem Tier verbinden und dadurch eine gewisse Ablenkung von den schwermütigen Gedanken erhalten. Das wissen zumindest viele Menschen zu berichten, die bereits ein Tier haben oder sich eines in die Familie geholt haben, nachdem ein lieber Mensch gestorben ist.

Wer an einem seelischen Tief leidet, der kann sich Fremden gegenüber nicht immer öffnen. Mit einem Tier können Sie hingegen offen und ehrlich umgehen. Auch wenn Bello oder Kitty nicht verstehen, was deren Besitzer konkret sagen, erkennen sie dennoch den Tonfall und spüren die Gemütslage automatisch. Deshalb tut es vielen Menschen mit einer depressiven Phase nach dem Trauern sehr gut, wenn sie einfach einmal alles erzählen können. Das Tier wird Sie nicht verurteilen und auch keine Widerworte geben. Deshalb ist es wo einfach, sich in jedem Alter und in jeder Situation dem Tier anzuvertrauen.

Die Einsamkeit und Langeweile mit einem Haustier bekämpfen

Wer nicht mehr arbeiten geht, weil er vielleicht aufgrund psychischer Probleme krankgeschrieben ist, der wird früher oder später an Langeweile leiden. Natürlich ergibt es Sinn, sich ein neues tolles Hobby zu suchen oder neue Freundschaften zu knüpfen. Gerade ein Tier sorgt allerdings sowohl für Beschäftigung als auch für seelische Zuwendung. Es wird Ihnen garantiert nicht so schnell langweilig, wenn Sie zum Beispiel ein kleines Kätzchen erziehen müssen oder den Welpen stubenrein bekommen sollen. Das kann gerade am Anfang so fordernd sein, dass Sie zwischendurch immer wieder die belastenden Gedanken für einen kurzen Moment vergessen können. Das Tier wird Ihnen indirekt dazu verhelfen, dass Sie im Hier und jetzt leben. Das ist wichtig, um die Trauer früher oder später besser verarbeiten zu können.

Wer unter Langeweile leidet, der kann eher um unangenehme Gedanken kreisen. Damit das gar nicht erst passiert, muss dringend Ablenkung her. Ein Tier kann dabei helfen, neue Menschen kennenzulernen und generell Neues zu erfahren. Gerade die Erziehung eines jungen Hundes erfordert, dass Betroffene sehr viel nach draußen gehen. Sie können sich sicherlich vorstellen, dass man in Städten wie Berlin viel eher Menschen kennenlernt, wenn man einen Hund dabei hat. Zudem haben Sie die Möglichkeit, speziellen vereinen für die jeweilige Tierart beizutreten oder sich im Netz mit anderen Haltern zu verbinden. Das alles bietet eine tolle Abwechslung und lenkt Ihre Gedanken weg von dem Todesfall, der Sie so stark belastet.

Natürlich ist ein Tier kein Allheilmittel. Geht es Ihnen nach einigen Wochen immer noch nicht besser und Sie haben sogar das Gefühl, sie könnten dem Tier gar nicht gerecht werden, sollten Sie sich Hilfe suchen. Hier kommt zu Beispiel eine professionelle Trauerbegleitung infrage, die sich mit solchen Fällen auskennt. Trotzdem ist es wichtig, dass Sie gewisse Routinen in Ihrem Alltag etablieren, die mit dem Tier zu tun haben und sowohl Menschen als auch Vierbeiner guttun. Gehen Sie zum Beispiel immer zur gleichen Zeit mit dem Hund nach draußen, füttern Sie Ihre Nager immer zur gleichen Tageszeit oder putzen Sie das Katzenklo in regelmäßigen Intervallen. Auch das kann Trauernden helfen, wieder in den Alltag zu finden. Dass ein Tier den Verstorbenen nicht ersetzen kann, dürfte jedem klar sein. Doch durch die Verantwortung, welche neu auf Betroffene zukommt, gibt es auch neue Lebensfreude und die Chance auf eine glückliche Zukunft.

Tiere sind auf den Menschen angewiesen, denn sie können sich nicht selbst versorgen. Genau das hilft vielen Personen dabei, die akute Trauerphase schneller zu überwinden – schließlich werden sie von ihrem geliebten Tier dringend gebraucht. Wenn auch Sie dieses Gefühl schon lange vermissen, sollten Sie sich langsam überlegen, welches Haustier eventuell infrage kommt. Natürlich sollte auch an dieser Stelle nichts überstürzt werden. Überlegen Sie sich daher, welche Tierart am besten zu Ihnen und Ihrer aktuellen Verfassung passt. Nur dann kann die Anschaffung auf lange Sicht hin glücklich und zufrieden machen.

Nicht alle Tierarten für jedermann geeignet

Sie sollten es sich sehr genau überlegen, welche Tierart vielleicht des nächst bei Ihnen einziehen darf. Generell ist es am wichtigsten, dass sich Menschen das Tier aussuchen, dass sie glücklich machen wird. Wer allerdings nur vorübergehend ohne Arbeit oder andere Verpflichtungen ist, der sollte sich natürlich keinen Hund anschaffen. Achten sollten Trauernde auch darauf, dass das Tier die eigenen Kompetenzen nicht zu sehr ausreizt. Wer zum Beispiel noch nie einen Hund besessen hat, kann gerade in einem emotional schwachen Moment schnell mit der Erziehung des Tieres überfordert werden. Das sollte nicht passieren und ist sogar eher kontraproduktiv für die seelische Erholung nach einem Todesfall.

Auch sehr kleine Tiere, die im ersten Moment unspektakulär wirken, können bei einer Phase akuter Trauer zu neuer Lebensfreude beitragen. Hier kommen zum Beispiel kleine Nager oder Vögel sowie Fische in Betracht. Diese Tiere eigenen sich auch für trauernde Kinder, sofern sich die Eltern an der Pflege und Fütterung der Tiere beteiligen. Wer sich ein kleines Tier anschafft, das eher zum Beobachten als zum Kuscheln dienen kann, darf sich trotzdem auf einen stimmungsaufhellenden Effekt freuen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn ein spannendes großes Aquarium das neue Projekt für die ganze Familie wird, nachdem Oma oder Opa verstorben sind? Natürlich kann diese Anschaffung den Schmerz nicht nehmen. Doch die Abwechslung und das Gefühl gebraucht zu werden, sorgen für eine bessere Stimmung und für Ablenkung. Das zahlt sich aus.

Wer sehr viel Zeit hat und das nötige Geld, der kann sich auch ein großes Tier anschaffen. Infrage kommen zum Beispiel Pferde oder große Hunderassen. Gerade Pferde werden nicht ohne Grund bei verschiedenen Therapien mit Menschen eingesetzt. Sie geben den Betroffenen ihr Selbstbewusstsein zurück und spenden viel Trost während eines Austritts oder bei der Pflege.

Mindestens so wichtig die Frage nach richtigen Tierart ist die Frage nach dem Ort der Anschaffung. Wer gerne Gutes tun möchte, kann sich ein Tier beim örtlichen Tierheim beschaffen. Die Menschen vor Ort helfen dann auch dabei, das richtige Tier zu finden. Natürlich ist das kein Muss und Sie können sich entweder bei einem Züchter oder – im Falle von kleinen Tieren – bei der Zoohandlung vor Ort umsehen. Sofern Betroffene gerade akut trauern und sich nach Ablenkung und Zuneigung sehnen, sollte die Anschaffung möglich unkompliziert und schnell gehen. Gibt es keine geeigneten Züchter in der Nähe, zahlt sich der Gang zum Tierschutz ganz sicher aus.

Im Internet könne sich Trauernde auch darüber informieren, inwiefern man ein Tier aus dem Ausland retten kann. Das führt dazu, dass sich die Stimmung bessert, weil man eine gute Tat vollbracht hat. Während der geliebte Menschen nie mehr wiederkommen wird, braucht das Tier aus dem Tierheim oder aus dem Ausland nun die volle Aufmerksamkeit des Trauernden. Das gibt ein schönes Gefühl und lässt das Trauern im besten Fall immer wieder hinten anstehen. So kann die eigene Psyche ausgetrickst werden und das Tier profitiert von einem schönen neuen Heim.

Haustiere schenken neue Lebensfreude

Gerade Menschen, die nach dem Todesfall ganz alleine in einem Haushalt leben, profitieren in hohem Maße von einem Haustier. Wenn der Partner oder der Elternteil nicht mehr da ist, hat man niemanden mehr zum Anlehnen. Zur Verarbeitung der Emotionen ist es viel besser, wenn Menschen wieder schnell Anschluss finden. Für neuen Lebensmut sorgt die Katze oder der Hund vor allem, indem körperliche und seelische Nähe erzeugt wird. Die Witwe sitzt abends nicht mehr alleine auf dem Sofa, sondern kann das Tier streicheln oder leise mit ihm sprechen. Das bedeutet im Alltag, der von tiefer Trauer geprägt ist, eine große Entlastung psychischer Natur.

Wer schon lange trauert, der verliert unter Umständen das Interesse an jeden Dingen, die er früher immer gerne gemacht hat. Auch über diesen Effekt kann ein Haustier hinweghelfen. Man entdeckt eventuell ganze Stadtteile in Berlin neu, wenn man regelmäßig mit dem Hund nach draußen muss. Und wenn Sie sich mit der richten Haltung eines kleinen Tieres oder mit der Erziehung von Hund oder Katze auseinandersetzen, bleibt weniger Zeit zum Grübeln. Jetzt ist es an der Zeit für einen neuen Lebensabschnitt. Und genau dazu kann es auch gehören, dass Sie eine pelzigen Begleiter an der Seite haben, der mit Ihnen gerne Freude und Leid teilt.

Der soziale Rückzug nach dem Verlust eines geliebten Menschen ist eines der größten Probleme beim Trauern. Ein Tier kann vor der Vereinsamung retten und dabei als Ansprechpartner da sein. Natürlich ersetzt das Tier keinen Menschen, doch es schafft eine gewisse Erleichterung. Gerade ältere Menschen können sich nicht mehr so gut auf fremde Bekanntschaft einlassen. Sogar die eigene Familie findet manchmal keinen richtigen Zugang mehr zur Witwe oder zum Witwer, wenn dessen Partner nach Jahrzehnten der Zusammengehörigkeit plötzlich verstorben ist. Gerade alte Menschen finden eher den Zugang zu einem Tier, welche gleichzeitig ihr Schützling und ihr neuer Gefährte ist. Die nonverbale Kommunikation mittels Streicheln und nur anhand von Körpersprache funktioniert einfach und unkompliziert. Das gibt Senioren den Mut, wieder mehr aus sich herauszugehen. Wenn sie für das Tier weitestgehend alleine sorgen müssen, gibt auch das neuen Lebensmut.

Falls Sie gar nicht selbst trauern, sondern ein Tier für einen älteren Angehörigen anschaffen wollen, sollten Sie es sich trotzdem gut im Voraus überlegen. Nicht jeder Menschen liebt Tiere und schon gar nicht alle Tierarten gleichermaßen. Tun Sie deshalb lieber nichts, das sie vorher nicht mit dem Senioren oder der Seniorin abgesprochen haben. Derjenige sollte am Ende lieber selbst entscheiden, ob er wirklich ein Tier haben möchte oder lieber nicht. Ansonsten kann es am Ende passieren, dass Sie das Tier mit zu sich nehmen müssen, weil sich der Betroffene nicht darum kümmern möchte. Es ergibt daher mehr Sinn, wenn Sie es einem trauernden Senioren erst einmal nur vorschlagen, dass er oder sie sich ein Tier anschaffen sollte. Führen Sie denjenigen nach und nach ein Stück an den Gedanken heran. Das klappt zum Beispiel durch einen Ausflug zum Tierheim oder eine Besuch beim Züchter. Hier wird sich sehr schnell herausstellen, ob der Trauernde wirklich ein eigenes Tier besitzen möchte oder lieber nicht.

Den Alltag strukturieren mit Tieren

Wer aktiv trauert, der fällt manchmal wie bei einer Depression in ein tiefes Loch. Die Konsequenz: Dinge, die einem früher leicht gefallen sind oder gar Spaß bereitet haben, gehen auf einmal nur noch schwer von der Hand. In diesem Fall ist es alles andere als leicht, den Überblick über das eigene Leben zu wahren und das Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Ein Tier kann dabei helfen, endlich wieder ein wenig mehr Struktur in einen Alltag zu bringen, der aus dem Ruder gelaufen ist.

Katzen möchten zum Beispiel regelmäßig gefüttert werden, sie wollen spielen, müssen erzogen werden und sehnen sich nach einem sauberen Katzenklo. Hunde wollen nach draußen, brauchen Ansprache und Betroffene gehen vielleicht sogar zum Hundesport oder in die Welpenspielstunde. All das motiviert ungemein, sich endlich wieder aufzuraffen und neuen Lebensmut zu fassen. Wer einen strukturierten Alltag hat, der findet eher wieder zur Normalität zurück. Dabei kann ein Tier helfen, welches man von Herzen liebt und für das man nur das Beste wünscht. In dem Fall ist es vielen Menschen wert, sich wieder aus dem tiefen Tal zu befreien – dem Tier zuliebe. Und in letzter Instanz profitiert natürlich nicht nur das Haustier von diesem Effekt, sondern vor allem der Trauernde selbst.

Bewegung an der frischen Luft tut besonders gut, weshalb ein Hund immer eine tolle Idee ist. Falls Sie sich mit dieser Verantwortung zunächst überforder fühlen, können Sie erst einmal die Hunde anderer Menschen oder Hunde aus dem Tierheim Gassi führen. Viele Hundebesitzer sind berufstätig und freuen sich daher sehr, wenn ihnen einen Teil der Arbeit jemand zuverlässiges abnimmt. Inserieren Sie im Netz oder in der lokalen Zeitung, falls Sie in solches Angebot wahrnehmen möchte. Sofern Sie sich nicht gleich ein eigens Haustier anschaffen wollen, können Sie auch die Betreuung während es Urlaubs der eigentlichen Besitzer übernehmen. Achten Sie auch in diesem Fall darauf, dass Sie zuverlässig sind, feste Termine einhalten und die Tiere am besten länger als nur ein paar Stunden betreuen müssen. Das fördert erneut, dass die Struktur in den Alltag zurückkehrt. Davon profitieren Sie ungemein. Fühlen Sie sich dann irgendwann bereit für in eigenes Tier, können Sie sich dieses immer noch anschaffen. Vielleicht können Sie das tiefe Trauern auch früher überwinden, als sie das eigentlich gedacht hatten. In dem Fall müssen Sie sich gar kein Tier anschaffen, sondern führen regelmäßige fremde Tiere zur Entspannung aus.

Fazit: Tiere gegen Trauer sind eine tolle Idee

Ganz gleich, ob Sie selbst trauern oder ein lieber Mensch aus Ihrem direkten Umfeld – Tiere sind meistens als Seelentröster geeignet. Solange der Trauernde nicht mit der plötzlichen Anschaffung überfordert wird, sorgt das Tier für Ablenkung und neuen Lebensmut. Natürlich hat sich das Trauern trotzdem nicht von heute auf morgen erledigt, doch einen Versuch ist es allemal wert. Überlegen Sie sich nur vorab genau, welche Tierart zu ihnen und zu Ihrem Lebensstil passt. Denken Sie auch daran, dass Sie nicht für immer in der Trauerphase verharren werden. Das Tier muss also auch noch einen Platz im Alltag finden, wenn Sie wieder ein glückliches Leben führen.